Besser Besser Pflegetagegeldversicherung oder Pflegerentenversicherung

Menschen, die von Pflegebedürftigkeit betroffen sind, sollten sich nicht noch mit finanziellen Sorgen quälen. Die gesetzliche Pflegekasse trägt nur einen Teil der Aufwendungen, die durch Pflege entstehen. Die Preise für Pflegeleistungen und Anschaffungen steigen ständig, so dass Vorsorge notwendig ist. Eine Möglichkeit besteht darin, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Ob Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung die bessere Alternative sind, hängt von den Bedürfnissen des Versicherten ab.
Worin unterscheiden sich Pflegerenten- und Pflegetagegeldversicherung?

Die Pflegerentenversicherung ist eine kapitalbildende Zusatzversicherung, die mit einer monatlichen Rente einspringt, wenn der Versicherte zu einem Pflegefall wird. Sie kombiniert die Versicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit mit dem Sparvorgang einer Lebensversicherung.
Die Pflegetagegeldversicherung dagegen ist eine reine Vorsorge für den Fall, dass das Risiko der Pflegebedürftigkeit auftritt. Der Antragsteller sichert einen Tagessatz für die Pflege ab, der als monatliche Leistung ausgezahlt wird.

Welche Stärken kennzeichnen die Pflegerentenversicherung?

Die Rentenauszahlung erfolgt lebenslang entsprechend des Pflegegrads, jedoch unabhängig davon, wo und durch wen der zu Pflegende betreut wird. Die Beitragszahlung endet mit dem Leistungsfall. Tritt der befürchtete Pflegefall nicht ein, steht das angesammelte Kapital zur Verfügung, es ist nicht verloren. Falls der Versicherte die Beiträge nicht mehr aufbringt, kann die Pflegerentenversicherung ohne weiteres gekündigt werden. Der bis dahin angesammelte Rückkaufswert steht dem Versicherten zu. Damit ist jedoch der Zweck der Absicherung zusätzlicher Pflegekosten verfehlt worden. Stellt der Versicherte nur zeitweise die Zahlungen ein, reduziert sich seine spätere Rentenzahlung.

Welche Schwächen hat die Pflegerentenversicherung?

Die Höhe der Pflegerente richtet sich nach den über die Jahre eingebrachten Einzahlungen des Versicherungsnehmers. Einige Tarife sehen ab Pflegegrad 2 eine gestaffelte Leistung vor, die hundertprozentige Pflegerente wird erst in den Pflegegraden 4 und 5 überwiesen. Oder der Versicherungsnehmer vereinbart mit dem Anbieter eine individuell gewählte Auszahlung. Die zugesagte Summe der monatlichen Rente ist nur zum Teil garantiert, da die Überschüsse von der Anlagerendite sowie den Risiko- und Verwaltungskosten der Versicherung abhängen. Die vergleichsweise hohe Beitragszahlung für eine Pflegerentenversicherung liegt in der Verbindung von Sparen und Risikoabsicherung begründet. Für die gleiche Leistung wie im Pflegetagegeldtarif ist bei der Pflegerente weit mehr als das Doppelte an Beiträgen erforderlich.

Welche Vorzüge charakterisieren eine Pflegetagegeldversicherung?

Das Pflegetagegeld kann flexibel verwendet werden, ganz gleich, ob der Betroffene zu Hause durch Angehörige, ambulant durch einen Pflegedienst oder in einer stationären Einrichtung gepflegt wird. Es müssen keine Nachweise und Rechnungen gegenüber der Pflegekasse erbracht werden. Die Beitragshöhe hängt von Alter und Gesundheitszustand des Antragstellers sowie den Tarifmerkmalen ab. Die Höhe des Pflegetagegelds kann individuell vereinbart werden oder wird gestaffelt nach Pflegegrad als Prozentsatz vom Höchstbetrag festgelegt. So kann erreicht werden, dass auch bei niedrigeren Pflegegraden der Höchstsatz ausgezahlt wird. Da es sich um eine reine Risikoversicherung handelt, sind die Beiträge relativ günstig. Damit vergrößert sich für Zahlungspflichtige die Wahrscheinlichkeit, den Beitragsaufwand über einen langfristigen Zeitraum ohne Probleme tragen zu können.

Welches Manko weist eine Pflegetagegeldversicherung auf?

Antragsteller sollten sich ausführliche Gedanken über die Beitragshöhe machen, da bei Zahlungsunfähigkeit und Kündigung der Versicherung die Einzahlungen nicht erstattet werden. Die Beiträge sind ebenso weg, falls kein Pflegefall des Versicherten eintritt. Den vollständigen Tagegeldsatz gibt es lediglich in den beiden höchsten Pflegegraden, darunter muss für die volle Leistung eine Beitragserhöhung in Kauf genommen werden.

Welche der beiden Versicherungen ist zweckmäßiger?

Jeder sollte in Abhängigkeit von seinen finanziellen Möglichkeiten und gesundheitlichen Voraussetzungen individuell prüfen, welche Form der Absicherung für ihn passend ist. Weder bei Pflegetagegeld- noch Pflegerentenversicherung sind Nachweise über die tatsächlich angefallenen Pflegekosten und die Art der Pflege notwendig. Deutlich teurer ist im Vergleich die Pflegerentenversicherung, die aufgrund ihrer Komplexität höhere Beitragszahlungen erfordert. Sie vermischt Risikoabsicherung und Sparvorgang, so dass Versicherte auch die Entwicklung der Zinsen im Blick behalten müssen. Die Pflegetagegeldversicherung weist das günstigere Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Durch die vergleichsweise geringen Beitragsraten können Versicherte auch in niedrigeren Pflegegraden einen ausreichend hohen Tagessatz vereinbaren, um die Lücke zu den gesetzlich nicht finanzierten Pflegekosten zu schließen. Die bei der Pflegetagegeldversicherung eingesparten Beträge können in einen privaten Sparvertrag fließen, der die Pflegevorsorge ergänzt.

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